Sitzungsbericht vom 18.01.2018

Energetische Sanierung des Feuerwehrmagazins, Vorstellung der Planung

Aus der Sitzung des Gemeinderates am 18.01.2018

Ausschreibung der Sanierungsleistungen für die Gebäude Kirchplatz 2+3

Im April 2017 wurde die Entwurfsplanung dem Gemeinderat vorgestellt. Hierbei wurde aus der Mitte des Gemeinderats unter anderem angeregt, für die Gebäude Balkone vorzusehen. Im Nachgang zur Sitzung wurde die Planung fortgeführt und im August der Bauantrag für beide Gebäude eingereicht.  Auch wurde eine Denkmalförderung von ca. 50.000 Euro pro Gebäude beantragt, da diese Voraussetzung für die wesentlich gewichtigere Förderung aus der Orts-kernsanierung ist. Für das Gebäude Kirchplatz 2 wurde eine Fachförderung aus der Denkmalpflege abgelehnt. Für das Gebäude Kirchplatz 3 besteht hingegen Aussicht auf eine zusätzliche Fachförderung, was sich jedoch erst im Laufe des Jahres entscheiden wird. Ein vorzeitiger Baubeginn wurde jedoch genehmigt. Dadurch kann mit der Sanierung beider Gebäude grundsätzlich begonnen werden, ohne die wichtige Förderung der Ortskernsanierung zu gefährden. Im September 2017 wurde im Gemeinderat die Fachplanung beauftragt, welche für die Ausführungsplanung erforderlich war. Zwischenzeitlich ist die Baugenehmigung für die Sanierung der beiden Gebäude samt denkmalschutzrechtlicher Genehmigung eingegangen. Auch die Ausschreibung wurde vorbereitet, sodass diese demnächst vorgenommen werden kann. Im Rahmen der weiteren Planung hat sich jedoch gezeigt, dass auf Grund des Gebäudezustands (insbesondere des Gebälks), der Brandschutzauflagen sowie der Ausstattung und der Baukostensteigerung die Kosten sich deutlich steigern werden. Anstelle der im April 2017 kalkulierten 2,16 Mio. Euro ist nun mit Baukosten von rund 2,65 Mio. Euro zu rechnen. Die Mehrkosten betragen demnach rund 500.000 Euro. Die Mehrkosten sind im Haushaltsplan 2018 bereits berücksichtigt und ebenfalls anteilig förderfähig.Auf Grund der Förderung durch die Ortskernsanierung sind von den Mehrkosten lediglich die Hälfte von der Gemeinde Löchgau zu tragen, während die andere Hälfte mit den Fördermitteln finanziert werden kann. Bei der Kostenprognose ist zu berücksichtigen, dass in Folge des Bauverlaufs Kostenveränderungen nicht auszuschließen sind, da der Gebäudezustand weiterhin nicht gänzlich bekannt ist. Auch sind nach den Auflagen der Baugenehmigung in einigen Bereichen im Rahmen der Baumaßnahme noch übliche Abstimmungen mit dem Denkmalamt erforderlich, welche ggf. kostenrelevant sind.  Die Verwaltung wurde einstimmig ermächtigt, die Ausschreibung für die Sanierung der Gebäude Kirchplatz 2+3 vorzunehmen. Der Gemeinderat spricht sich auch einstimmig gegen ein Verputzen des Fachwerks aus, wie es vom Denkmalamt empfohlen wurde.

Renovierung des Gebäudes Hauptstraße 54a zur übergangsweisen Nutzung

In der Sitzung am 09.03.2017 übte der Gemeinderat sein Vorkaufsrecht beim Gebäude Hauptstraße 54 aus. Das Vorkaufsrecht wurde ausgeübt, um im Rahmen der Sanierung der Hauptstraße die Verkehrsführung neu ordnen zu können. An dieser Zielsetzung der Sanierung wird weiterhin festgehalten.Allerdings steht die Sanierung der Hauptstraße, wie in der Vorlage zur Ausübung des Vorkaufsrechts bereits ausgeführt wurde, erst mittelfristig an. Insbesondere ist die Gestaltung der Hauptstraße mit der angedachten Neugestaltung des Parkplatzes Nonnengasse abzustimmen, welche noch Zeit beanspruchen wird. Deshalb stellt sich die Frage, ob das Objekt zwischenzeitlich genutzt werden soll. Weiterhin wird Wohnraum sowohl für die Anschlussunterbringung als auch für unsere Bevölkerung benötigt. Deshalb sollte verfügbarer Wohnraum, auch wenn er nur vorübergehend nutzbar ist, möglichst genutzt werden. In Anbetracht der angespannten Wohnraumsituation wurden die Sanierungsnot-wendigkeiten und Nutzungsmöglichkeiten für einen Übergangszeitraum von 5 Jahren betrachtet.  Im Ober- und Dachgeschoss ist eine Wohnnutzung für den Übergangszeitraum nicht nur gesellschaftlich, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll. Das Erdgeschoss für einen Übergangszeitraum zu sanieren ist jedoch äußerst unwirtschaftlich. Zwar könnte hierdurch ein Leerstand in der Hauptstraße vermieden werden, was für das Erscheinungsbild vorteilhaft wäre. Allerdings kann auch mit geringem Aufwand bereits ein deutlich freundlicheres Erscheinungsbild erreicht werden.Der Gemeinderat hat daraufhin einstimmig beschlossen, das Ober- und Dachgeschoss des Gebäudes für eine zwischenzeitliche Nutzung herzurichten.

Vorstellung der Ergebnisse der Eigentümerabfrage zu einer Flurbereinigung am Steinbach

Die letzte Sanierung am Steinbach fand 2012/2013 statt. Hierbei wurde auf einer Länge von ca. 40 Meter die Uferböschung saniert. Auf Grund einiger Abschwemmungen durch den Steinbach wurde eine Gesamtbetrachtung des Steinbachfeldweges vorgenommen, um den gesamten Kostenaufwand ermitteln zu können und Fördermöglichkeiten prüfen zu können. Hierbei stellte sich heraus, dass eine Verschiebung des Weges in den Hang hinein eine sinnvolle Variante darstellen könnte, die im Rahmen einer Flurneuordnung bezuschusst werden kann. Gemeinsam mit den Eigentümern wurde eine solche Variante erörtert und die Grundstückseigentümer hierzu befragt. BM Feil stellte nun die Ergebnisse der Befragung der betroffenen Angrenzer dem Gemeinderat vor. Hierbei zeigte sich das grundsätzliche Bild, dass eine Sanierung begrüßt wird und auch die Abtretung nötiger Grundstücksflächen von zahlreichen Eigentümern in Aussicht gestellt wird. Eine Beteiligung an den Kosten wird jedoch durch den größten Teil der Angrenzer abgelehnt. Das weitere Verfahren wird zu prüfen und beraten sein. Die Umfrageergebnisse sind auf der Internetseite der Gemeinde unter www.loechgau.de abrufbar.

Umfrageergebnisse (2,007 MiB)

Energetische Sanierung des Feuerwehrmagazins, Vorstellung der Planung

Für die Sanierung des in die Jahre gekommenen Feuerwehrmagazins sind im aktuellen Investitionsprogramm des Haushaltsplanes 2018 Mittel in erforderlicher Höhe eingestellt. Nachdem bereits im Jahr 2017 die Erneuerung der Küche mit ca. 35 T€ erfolgte, sind weitere Sanierungsmittel in Höhe von etwa 155 T€ im Jahr 2018 in den Haushalt eingestellt. Bei der Sanierung 2018, welche insbesondere den Austausch der Fensterfront auf der Westseite und im Haupteingangsbereich sowie die Erneuerung der Akustikdecke im gesamten Erdgeschoss umfasst, ist inclusive Küchenaustausch mit Gesamtkosten in Höhe von etwa 190.000 € zu rechnen. In den kommenden Wochen soll die Angebotseinholung durch das Architekturbüro Ruff erfolgen.  Der Gemeinderat nahm die geplanten Sanierungsmaßnahmen zustimmend zur Kenntnis und beauftragte einstimmig das Architekturbüro Ruff mit der Umsetzung der weiteren notwendigen Maßnahmen.

Sonstiges

Bürgermeister Feil informierte darüber, dass die Allgemeine Finanzprüfung für das Haushaltsjahr 2008 bis 2012 der Gemeinde Löchgau durch die Gemeindeprüfungsanstalt BW zum Abschluss gebracht wurde.