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2. Bürgergartenfest war wieder ein voller Erfolg

Das erste Bürgergartenfest der Gemeinde fand am 22. Mai 2016 statt. Nachdem das Fest im Jahr 2016 eine tolle Resonanz erfahren hatte, fand am vergangenen Sonntag das 2. Bürgergartenfest statt.
 
Interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten die Gebäude Kirchplatz 2 + 3 besichtigen, bei einer Führung mit Prof. Seemann die Zehntscheuer anschauen, bei schönem Wetter gemütlich bei einem bayerischen Gedeck und einem Gläschen Wein sowie bei Kaffee und Kuchen dem Musikverein Löchgau lauschen oder das Nagelmuseum besuchen.
 

Das Bürgergartenfest begann um 10.00 Uhr mit einem Gottesdienst. Die Klarinettengruppe des Musikvereins Löchgau stimmte mit dem hervorragend vorgetragenen Musikstück „Moon River“ auf den Gottesdienst ein. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren am Gottesdienst anwesend, den Pfarrerin Lächler, wie wir sie alle kennen, sehr schön und ansprechend gestaltet hatte. Zusammen mit ihrem Team hatte sie entsprechend des Ortes „Bürgergarten“ eine Predigt rund um den Garten vorbereitet. Bei einem Rätsel zum Thema Garten mussten die Besucherinnen und Besucher Begriffe erraten. So wissen die Gäste nun, dass man Veilchen nicht gerne am Auge aber dafür im Garten hat. Wer die richtige Antwort wusste, erhielt als „Preis“ ein Päckchen Samen, den die Gäste im eigenen Garten einsäen können.

Einen nahtlosen Übergang zum Gottesdienst gab es, als die Bläserklasse des Musikvereins mit schönen Liedbeiträgen unter der Leitung von Frau Andrea Högler ihr Können zum Besten gab. Die Youngsters zeigten anschließend, was sie schon alles gelernt haben. Das Publikum war begeistert von den musikalischen Fähigkeiten der Jüngsten des Musikvereins. Last but not least spielte das Blasorchester des Musikvereins einige schöne Lieder. Das Ambiente rund um den Bürgergarten bot einen schönen Rahmen für die tollen Auftritte des Musikvereins. Die Besucherinnen und Besucher waren sich einig, dass sich der Bürgergarten für Feste hervorragend eignet und man ruhig öfter dort Feste feiern könnte.

Spannende Einblicke in das Bauschaffen am Kirchplatz

Als ein Programmpunkt des Bürgergartenfestes bestand am vergangenen Sonntag die Möglichkeit, den Baufortgang der Kirchplatzgebäude zu begutachten. Seit Frühjahr diesen Jahres wird das alte Schulhaus als auch das historische Haus Weiler saniert.
Für beide Bestandsgebäude ist eine grundlegende Sanierung vorgesehen. Die Planung sieht eine energetische Sanierung, Balkonanbauten und eine Optimierung der Raumaufteilung vor. An den Fassaden soll ein Vollwärmeschutz angebracht und die alten Fenster gegen Isolierverglasungen ausgetauscht werden.
Das ehemalige Schulhaus wurde 1852 erbaut und bis 1950 genutzt. Nach mehreren Zwischennutzungen wurden in das Gebäude sechs Wohnungen eingebaut. Das benachbarte Bürgerhaus, auch Haus Weiler genannt, wurde 1614 errichtet und war ehemals vermutlich das Wohnhaus des Bürgermeisters. Später wurde eine Laube im Jugendstil davor gebaut. Durch ihre ortsbildprägende Erscheinung stehen heute beide Gebäude unter Denkmalschutz.
Aufgrund ihres beträchtlichen Alters sowie der lange Zeit ausgebliebenen Instandsetzungen stellt die Sanierung der Gebäude eine große Herausforderung dar. Mit der Instandsetzung der beiden Gebäude wurde das auf Denkmalsanierungen spezialisierte Büro AeDis aus Ebersbach bei Stuttgart beauftragt.
Dass die Sanierung der beiden Gebäude eine Vielzahl an Herausforderungen mit sich bringt, wurde während des Baustellenrundgangs am Sonntagmittag deutlich. Herr Ziegler, Architekt und Bauleiter der Kirchplatzgebäude führte interessierte Bürgerinnen und Bürger durch die Gebäude. Thematisiert wurde dabei neben den bereits stattgefundenen Bauarbeiten vor allem die überraschungsreiche Bausubstanz. So stellte der Architekt im Gebäude Kirchplatz 2 eine Bruchsteinmauer vor, die noch von einem Vorgängerbau stammte und bisher unter Gipskartonplatten versteckt war. Entgegen der ursprünglichen Pläne musste die Gestaltung der Innenräume und Fassaden aufgrund solcher Funde im laufenden Bauprozess immer wieder angepasst werden.
Ebenso spannend verlief die Besichtigung vom Haus Weiler, das in Zukunft drei Wohnungen beinhalten soll. Zu diesem Zwecke sind im Inneren größere Umbauarbeiten notwendig, die der Architekt ausführlich vorstellte. Als Ziel der Sanierung sollen die historischen Gebäude zeitgemäße Ansprüche erfüllen, ohne dabei ihren historischen Charme zu verlieren.

Ein weiteres Highlight des Bürgergartenfestes war die Führung durch die Zehntscheuer von Prof. Seemann.
Herr Prof. Karl-Henning Seemann gewährte hierbei einen Einblick in die Zehntscheuer und in seine Arbeiten. Man konnte die Zehntscheuer bis ganz nach oben begehen. Es war eine schöne Führung, bei der man hautnah Einblicke in die Arbeit von Prof. Karl-Henning Seemann erhalten hatte.
 
Durch die Leihgaben von Herrn Prof. Karl-Henning Seemann ist Löchgau ein beispielloser Kunstort.
Er hat die Gemeinde Löchgau zu einer wahren Kunstgemeinde von hohem Ansehen gebracht.

Auch das Nagelmuseum hatte am Bürgergartenfest in der Zeit von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.Helfende Hände in unterschiedlichen Funktionen sind jederzeit herzlich willkommen.
Wenn Sie Interesse an der Mitwirkung im Nagelmuseum haben, können Sie sich gerne an die Gemeinde Löchgau, Sabine Fischer (fischer@loechgau.de oder Tel. 07143/2709-0) wenden.
 
Die Gemeinde Löchgau dankt den Helferinnen und Helfern der Veranstaltung, dem Weingut Weigel für die Ausgabe von guten Tropfen, dem Musikverein Löchgau für die Würste, Getränke und die gelungenen Auftritte sowie der Evangelischen Kirchengemeinde für Kaffee und Kuchen.

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